Medienmitteilung

Stellungnahme des Vereins „Niederamt ohne Endlager“ zur Veröffentlichung der Studie „Sozioökonomische Wirkungen der kerntechnischen Anlagen im Niederamt“

 

Niederamt klar gegen Endlager

 

Die heute veröffentlichte Studie „Sozioökonomischen Wirkungen der kerntechnischen Anlagen im Niederamt“ befasst sich auch mit einem allfälligen Endlager im Niederamt. Die im Auftrag des Vereins Gemeindepräsidenten Niederamt verfasste Studie umfasst 300 Seiten und befasst sich auch mit einem drohenden Endlager im Niederamt.

 

Mit einer grossen Umfrage wurde die Meinung der Niederämter Bevölkerung abgefragt. Jeder 10. Haushalt wurde gefragt, was eine grosse Repräsentanz garantiert. Und die Resultate lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen. 71% sind negativ oder sehr negativ eingestellt zu den Endlager-Plänen eingestellt. Nur 15% können sich ein Endlager vorstellen.

Noch extremer sind die Werte bei der Frage auf die Image-Wirkung eines Atom-Endlager auf die Region Niederamt. 84% sehen dies negativ oder sehr negativ, nur 7% können sich eine positive Wirkung vorstellen. Man kann sagen: Demokratisch gesehen, ist das Endlager tot!

 

Zusammenfassend kann also festgestellt werden, dass die Bevölkerung im Verhältnis 80%  zu 20% gegen die Atom-Endlager-Pläne eingestellt ist. Dies entspricht auch der Einschätzung des Vereins „Niederamt ohne Endlager“ und ist ein Auftrag an Gemeinden und vor allem dem Kanton, sich dementsprechend gegen die Nagra-Pläne zu wehren.

 

Wenn im Niederamt nicht einmal mehr für die Pläne für ein 2. KKW als Parallelbetrieb zu Gösgen eine Mehrheit festgestellt wird, sind die Pläne für ein Endlager aufzugeben. Die Region Niederamt hat offensichtlich genug, alle Atom-Lasten tragen zu müssen. „Jetzt längt’s“, das war schon bei der Gründung des Vereins „Niederamt ohne Endlager“ ein wichtiges Motiv.

 

Nicht einmal wesentliche wirtschaftliche Effekte

 

Neben der grossen Bevölkerungsbefragung wurden auch andere Fragen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass dem grossen Image-Schaden nicht einmal positive wirtschaftliche Gründe gegenüberstehen. Wertschöpfung, Steuereinnahmen und Beschäftigung werden von den Verfassern der Studio im Vergleich zur regionalen Wirtschaftsleistung als gering eingestuft. Damit wird auch offensichtlich, dass die vor ein paar Monaten vom SVP-Kantonsrat Heinz Müller aus Grenchen bezahlte und veröffentlichte Arbeit von Fach-hochschülern weder Relevanz noch Substanz aufweist.

 

Die Aussagen zum Endlager sind klar und deutlich, ein solches Lager kommt für das Niederamt nicht in Frage. Diese Resultate sollten für den Kanton eine Grundlage für die kantonale Stellungnahme zum Projekt Endlager sein. Der Verein Niederamt ohne Endlager hofft und erwartet nun, dass die Schweiz die Haltung des Niederamtes ernst nimmt. 

 

 

Urs Huber, Kantonsrat, Obergösgen, Präsident NoE

 

 

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Christian Heilmann     Kontakt:  Heilmann  AT GCA.CH  / Letzte Änderung: 13.11.2010